Verbrauchssenkung bei Einrohheizungen

Verbrauchssenkung bei Einrohheizungen

Das Problem

Einrohrheizungen haben, wie ihr Name schon sagt, nur ein einziges Rohrsystem, das alle Heizkörper in einer Wohnung durch eine Ringleitung nacheinander mit warmem Heizwasser versorgt. Dabei werden die Heizkörper der Reihe nach von dem erwärmten Heizwasser durchströmt.

Das Heizwasser kommt am Heizkörper 1 an(Heizwasser Vorlauf). Der Rücklauf von Heizkörper 1 ist der Vorlauf von Heizkörper 2 usw.
Wenn Heizkörper 1 durch das Thermostat Ventil abgeschaltet wird, sorgt
ein spezieller Anschlussbock dafür dass die nächsten Heizkörper trotzdem weiterhin mit Heizwasser versorgt werden. Erst der letzte
Heizkörper in einer Wohnung ist am Rücklauf der Heizanlage angeschlossen. Das bedeutet, dass durch die Rohre und die Anschlussböcke jeder Wohnung ständig heißes Wasser fliest, selbst wenn niemand zu Hause ist und alle Heizkörper ausgeschaltet sind.

Temperaturschwankungen und ein hoher Energieverbrauch in allen Räumen sind die negative Folge.

Meine Erfindung (Gebrauchsmusterschutz vorhanden)

setzt genau hier an. Die Erfindung stellt eine verbrauchssenkende Maßnahme dar, die eine Senkung der Wärmeverluste und den damit verbundenen Kosten erzeugt.
Bereits auf dem Markt vorhanden sind Nachrüstsysteme- mit moderneren Ventil oder Regeltechniken, Pumpen oder Rohrdämmungen. Diese Maßnahmen sind allerdings oftmals mit hohen Kosten verbunden und in ihrer Wirkung erzielen sie leider nicht den gewünschten Effekt.
Meine Idee ist der so simpel wie effizient:
Durch den Einbau zweier thermostatgesteuerter Magnetventilen wird der Wasserkreislauf in einer Wohnung komplett bei erreichen der gewünschten Raumtemperatur unterbrochen. So ist eine individuelle Temperaturregelung ohne Wärmeverluste möglich.

Im Detail
Das erste Ventil schließt beim Abschalten des Thermostats den Vorlauf und Rücklauf der Wohnung kurz, damit die nachfolgende Wohnung weiter mit Heizwasser versorgt werden kann. Das zweite Magnetventil sperrt den Vorlauf der Wohnung. Dadurch kann innerhalb des Kreislaufes keine unerwünschte Wärmeabstrahlung mehr entstehen. Außerdem werden die nachfolgenden Heizungen mit heißerem Wasser versorgt.
Die Folge: Drastisch reduzierte Heizkosten, weniger Temperaturschwankungen durch individuellere Einstellung sowie Senkung der Wartungs- und Reparaturkosten.
Einrohrheizsysteme wurden vorwiegend in den 70 und 80er Jahren in den damals errichteten Wohnanlagen installiert. Die Wahl der Heizung lag hierbei an den hohen Kosten für das verwendete Edelmetall und am damals vorherrschenden geringen Ölpreis.
Systembedingt ist diese Heizungsform gegenüber herkömmlicher Anlagen von großen Nachteilen geprägt.
Dieses Heizsystem bringt einen 30% höheren Energieverbrauch mit sich. Bedingt durch hohe Vorlauftemperaturen des Heizwassers, sowie schlechter Regelbarkeit gekennzeichnet. Die hohe Vorlauftemperatur ist notwendig um das Heizwasser durch die hintereinander geschalteten Heizkörper bis zurück zum Heizkessel in der nötigen Temperatur zu pumpen.
Wärmeverluste sind der Bauweise wie schlecht isolierter Rohre geschuldet.