Karte der Kreativität: Mind-Mapping | manugoo #ProduktdesignWiki

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Es gibt viele kreative und analytische Problemlösungs-Techniken. Hier stellen wir eine der grundlegendsten vor um Form in deine Gedanken zu bringen.

Mind-Mapping – Der einfache Einstieg in das Neue

Mind-Mapping ist sehr viel mehr als einfaches Brainstorming, welches mittlerweile keinen guten Ruf mehr genießt da es Kreativität eher hemmt als fördert.

Es ist der optimale Einstieg in ein neues Thema oder Projekt, sowohl für den Einzelnen als auch für die Gruppe. Es gibt effektivere Methoden, aber wenige die so viel mit so wenig Aufwand erreichen.

 

Grundprinzip

Das Grundprinzip einer Mind-Map ist leicht erklärt, ein Hauptthema wird mittig auf einer möglichst großen freien Fläche platziert. Ein DIN A4 Blatt reicht nur selten, der Rand des Blattes hemmt euch weiter zu denken und eine der wichtigsten Funktionen auf die ich später noch genauer eingehe, die optische Einzigartigkeit und Ortsabhängigkeit, wird stark reduziert.

Von diesem Hauptthema gehen breite Linien zu den wichtigsten Unterthemen. Die Themen müssen groß und leicht lesbar geschrieben werden, am besten in DRUCKBUCHSTABEN. Diese Kategorien werden dann mit weiteren Elementen durch Striche verbunden.

Es ist erwünscht, dass es optische Besonderheiten gibt. Unterschiedliche Farben, ☮ (Bild), Ausrufe-, Fragezeichen ! ? oder verschiedene F o r m e n werden bewusst als Mittel eingesetzt. Es tut dem Ordnungssinn in unserem Gehirn im ersten Moment vielleicht weh, aber genau das ist das Ziel, denn…

 

Eine Karte für den analytischen und kreativen Geist

Mind-Mapping ist nicht nur ein Niederschreiben unserer Ideen. Es soll durch optische Reize unser Gehirn dazu motivieren neue Verknüpfungen zu erzeugen und uns Zusammenhänge besser merken zu lassen. Ähnlich einer Landkarte verbinden wir Landmarks, also optische Besonderheiten der Karte, mit ihrem Ort auf der Karte. Während die analytische Gehirnhälfte Namen und Eigenschaften speichert aktivieren wir zusätzlich die kreative Gehirnhälfte um die F o r m e n, Farben und Muster zu sortieren. Die erste Form unserer Mind-Map darf dabei ruhig ein wenig ungeordnet und wild wirken. Die Objekte haben ihren korrekten Ort vielleicht noch nicht gefunden. Mach dir über die Farben und F o r m e n nicht zu viele Gedanken, schreibe erst mal alles herunter. Danach dürfen Verbindungen, Gruppierungen und Kombinationen auf der Karte markiert werden und entsprechend der Farben und Formen sortiert werden. In einer zweiten Version der Karte haben wir schon eine ganz andere Ordnung entdeckt. Die Gedanken sind jetzt sortierter, neue Zusammenhänge wurden entdeckt und während man Gruppen und Verbindungen gebildet hat sind hoffentlich noch ganz neue Ideen hinzugekommen. Die fertige Mind-Map hat also Ordnung in unsere Gedanken gebracht und hoffentlich hat man so einen guten Einstieg in das Problem gefunden.

Als Gruppenprojekt wurden aus vielen einzelnen Ideen ein Gruppenbewusstsein für das Problem. Die optische Einzigartigkeit kann man hier gut durch vorbereitete bunte unterschiedlich geformte Blätter erzeugen.


Man erinnert sich nicht an alle Punkte eines Problems oder Projekts, aber vielleicht kann man sich besser erinnern wenn man weiß dass der Punkt rechts auf der Mind-Map in einem gelben Stern stand, denn wir merken uns Farbe, ☮, !, ? und F o r m, anders als nur den analytischen Zusammenhang.