Der Sparkassen-Pitch

Der Sparkassen-Pitch

Im Jahr 2020 entwickelte die Stadtsparkasse Düsseldorf ein neues Vorhaben. Sie hat das Ziel in Zukunft attraktiver für junge Leute zu werden. Doch wie wird eine Sparkasse überhaupt interessant für Leute, die mit Finanzen noch nicht viel am Hut haben?

Um eine Innovation voranzutreiben, beschloss die Sparkasse Open Innovation zu nutzen, um direkt junge Leute mitentscheiden zu lassen. Daraus wurde ein Wettbewerb mit dem Hashtag „buildyourbank“ erstellt, bei dem Bewerber und Bewerberinnen ihre Ideen einreichen konnten.

Auch Hanna und Lina, die gerade mit dem Abitur fertig waren, entschieden sich daran teilzunehmen. Aufmerksam auf diesen Wettbewerb sind sie durch einen Instagram-Post geworden. Wenn man doch gerade die Zeit hat und gerne eigene Ideen entwickelt, warum dann nicht einfach mitmachen? Also reichten die beiden ihr selbst erstelltes Konzept ein und bekamen tatsächlich eine E-Mail zurück. Damit hätten sie eigentlich gar nicht gerechnet. In dieser wurden sie direkt in die Sparkasse eingeladen, da sie zu den besten 5 BewerberInnen-Teams zählten. Dort bekamen sie dann Pitch-Trainings, um zu lernen, wie sie ihr Konzept am besten vor einer Jury präsentieren können. Mit Hilfe eines Coaches und durch intensives Arbeiten,  entwickelten die beiden eine super Präsentation. Am 7.Oktober war es dann so weit und Lina und Hanna präsentierten ihr Konzept, wie man die Sparkasse attraktiver für junge Leute gestalten könnte. Vor ihnen saßen Karin-Brigitte Göbel (Vorstandsvorsitzende), Gunnar Felten (Bereichsleiter Medialer Vertrieb), Hendrik Gottschalk (Gründer & Geschäftsführer bei getbaff), Dirk Günthör (Bereichsleiter Vertriebsmanagement Privatkunden), Christian Knoww (Partner von Capnamic Ventures), Sonja Messerschmidt (Abteilungsleiterin Kundenkommunikation) und Robin Nehrig (Innovationsmanager) als Jury. Es war also sicherlich aufregend vor diesen wichtigen Leuten zu stehen, aber auch eine große Chance sich und seine Idee zu zeigen. Alle Pitches der  fünf Teams wurden zudem auch live im Internet übertragen. Es gab eine Chatfunktion, wodurch sich die Zuschauer einbringen konnten.

Doch was war nun eigentlich Linas und Hannas Konzept? Die beiden Abiturientinnen machten der Jury deutlich, dass die junge Generation nicht, wie vielleicht vermutet, nur an ihren Handys und Laptops sitzen. Natürlich wird noch raus gegangen, Dinge werden unternommen und man trifft sich mit Freunden in Bars und Restaurants. Daraus entstand die Idee ein Café in der Stadtsparkasse zu errichten, welches sowohl eine gemütliche Atmosphäre zum Entspannen, als auch einen geeigneten Platz für Workshops bietet. Sie entwickelten bereits verschiedene Ideen für Workshops, die Jugendlichen mehr über die Finanzwelt beibringen. Schließlich wird man nach dem Abschluss ins Leben geschickt und hat kaum Wissen zu Aktien, Zinsen und Sonstigem. Auch schlugen die beiden Veranstaltungsarten vor, die in Zusammenhang mit diesen Workshops in dem Café „Cappulina“ durchgeführt werden könnten.

Von der Jury bekamen sie sehr großes Lob für ihr Konzept und schafften es tatsächlich auf den ersten Platz. Kriterien der Jury waren beispielsweise Kreativität, Innovationsgrad, Regionalität, Mehrwert für die Sparkasse Düsseldorf, Umsetzbarkeit und Machbarkeit der Idee. In allen Punkten schnitten Lina und Hanna am besten ab, was ihnen natürlich auch ein Preisgeld einbrachte. Sie sind sehr froh diese Erfahrung gemacht und einmal in diese Welt geschnuppert zu haben. Wie es weiter geht, steht noch nicht fest. Zwar war der Plan, dass ihr Café auch in die Realität umgesetzt wird, aber bisher bekamen die beiden noch keine weiteren Informationen. Das hängt möglicherweise aber mit der derzeitigen Corona-Pandemie zusammen.